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18.04.2019

Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik) – überschüssiges Gewebe am Bauch entfernen

Eine schlanke Taille und ein flacher Bauch: ein Wunsch, den viele Männer und Frauen hegen. Mit einer ausgewogenen Ernährung und einem gezielten Muskeltraining allein kann dieses Ziel oftmals nicht umgesetzt werden. Genetische Veranlagung, extreme Gewichtsreduzierung oder eine vorausgegangene Schwangerschaft können zu größeren Haut- und Gewebeüberschüssen führen. Die dadurch entstandenen faltigen, hängenden Hautlappen (auch „Fettschürzen“ genannt) bilden sich trotz Diät und Sport nicht zurück. Abhilfe kann da nur eine Bauchdeckenstraffung schaffen. Wichtig: Die Straffung ist kein Mittel, um Übergewicht zu verlieren. Jedoch kann die gewünschte Stelle am Bauch so operativ reduziert und gleichzeitig gestrafft werden, dass sich Patienten wieder wohl und attraktiv fühlen.


Durchführung und Risiken

Wenn das Gewicht stabil ist und bei Frauen die Familienplanung soweit abgeschlossen ist, kann eine Bauchdeckenstraffung problemlos durchgeführt werden. Voraussetzung ist ein ausführliches Gespräch über die Details der Operation und mögliche Komplikationen mit dem Arzt. Die Haut sollte jedoch noch elastisch sein, damit die Haut sich nach dem Eingriff wieder an den Körper anlegen kann. Soll eine umfangreiche Straffung vorgenommen werden, wird Fettgewebe und überschüssige Haut aus dem Unter- und Mittelbauch entfernt. Der Schnitt wird oberhalb der Schamgrenze angesetzt und verläuft von einem zum anderen Beckenknochen. Der Nabel wird dabei so umschnitten, dass er später wieder auf der Bauchhaut platziert werden kann.

Im nächsten Schritt wird die Haut oberhalb der Schamgrenze gelöst und zum Rippenbogen angehoben. Überschüssiges Haut- und Fettgewebe wird entfernt und auf Wunsch können auch die Bauchmuskeln gestrafft werden. Abschließend wird die Bauchhaut wieder straff über die Bauchdecke gelegt. Für ein optimales Ergebnis kann zusätzlich noch eine Fettabsaugung durchgeführt werden. Wird lediglich die Haut zwischen Bauchnabel und Bauchschnitt abgelöst und gestrafft, spricht man von einer sogenannten „partiellen Bauchdeckenstraffung“. Der notwendige Schnitt ist meist kleiner, das operative Versetzen des Nabels oft nicht notwendig. Durch die Straffung der Haut nach unten ändert er jedoch ebenfalls seine Position.

Vor- und Nachbereitung

Vor dem Eingriff sollten Patienten auf ölhaltige Cremes sowie Dusch- und Badezusätze verzichten. Auch Piercings in dem Eingriffsbereich sollten entfernt werden. Etwa zwei Wochen vor der Operation sollte der Patient auf blutverdünnende Medikamente (wie z.B. Aspirin) und auf ausgiebigen Nikotin- und Alkoholkonsum verzichten. Auch die Antibabypille muss abgesetzt werden. Nach dem Eingriff sollte der Patient rund eine Woche ruhen. Auf Sport sollte für etwa sechs Wochen verzichtet werden, um Druck und Spannung auf die Nähte zu verhindern. Auch Sauna- und Solariumsbesuche sowie direkte Sonneneinstrahlung sollten bis zum Abklingen der Schwellungen und evtl. Blutergüsse vermieden werden. Eine ausreichende Wundpflege ist für eine vollständige Genesung erforderlich.

 

Bildnachweis: GettyImages / AndreyPopov


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