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15.03.2018

Die Augenlidstraffung – die beliebteste Schönheitsoperation bei Männern

Eine Lidstraffung soll dazu verhelfen, dem Gesicht wieder eine jüngere und frischere Ausstrahlung zu verleihen. Sie beseitigt Tränensäcke, Fältchen und Schlupflider – egal, ob diese durch Alterserscheinungen oder genetisch bedingt sind. Der Eingriff ist unkompliziert und kann ambulant sowie unter lokaler Betäubung durchgeführt werden. Im vergangenen Jahr 2017 war die Augenlidstraffung der beliebteste plastische Eingriff bei Männern – beim weiblichen Geschlecht landete der Eingriff auf Platz drei.


 

Oberlidstraffung

Um ein hängendes Oberlid zu korrigieren, gibt es zwei gängige Methoden: Die erste Methode wird angewandt, wenn überschüssiges Fettgewebe vorhanden ist. „Der Schnitt wird in der Lidfalte gesetzt und überschüssiges Fett wird vorsichtig entfernt, was zu einer Anhebung und Straffung der Lider führt“, erklärt Priv. Doz. Dr. Klaus Wagenbach. Bei der zweiten Methode liegt kein überschüssiges Fettgewebe vor, was der Chirurg entfernen könnte. Hier muss die Straffung durch das Entfernen von erschlafften Hautpartien erfolgen, was ebenfalls durch einen Schnitt in der Lidfalte erreicht wird.

Unterlidstraffung

Auch bei der Korrektur des Unterlids unterscheidet die plastische Chirurgie zwischen zwei verschiedenen Herangehensweisen: Ist die Ursache für das schlaffe Unterlid überschüssiges Fettgewebe, so wird der Schnitt in der Bindehaut gesetzt und das Fett kann leicht entfernt werden. Ist für die Straffung nicht genügend überschüssiges Fettgewebe vorhanden, schneidet der Chirurg am Lidrand entlang, um einen Teil der Haut und gegebenenfalls das Bindegewebe zu entfernen.

Risiken

Die Risiken bei einer Lidstraffung sind vergleichsweise gering. Dennoch gilt es, wie bei jedem operativen Eingriff, die Anweisungen des behandelnden plastischen Chirurgen zu beachten, um den Heilungsverlauf optimal zu gestalten. Neben einer möglichen Infektion der Wunde kann es zu einem Trockenheitsgefühl der Augen kommen, welches sich leicht mit Augentropfen behandeln lässt und innerhalb kurzer Zeit verschwindet.

Sehr vereinzelt ist es möglich, dass eine Unterlidstraffung ein sogenanntes Triefauge hervorruft. Das bedeutet, dass der Patient das Auge nicht mehr vollständig schließen kann und es zu einem ständigen Tränenfluss kommt. Dies kann meist durch eine Unterspritzung, zum Beispiel mit Botox, behoben werden.

Selten hat eine Unterlidstraffung auch einen Ausfall der unteren Wimpern zur Folge. Diese wachsen allerdings nach einiger Zeit wieder nach. 

Heilung nach der Lidstraffung

Die Schwellungen und Blutergüsse können nach der Lidstraffung für bis zu drei Wochen anhalten, verschwinden aber in den meisten Fällen innerhalb einer Woche. Nach etwa zehn Tagen ist es normalerweise wieder möglich, Augenmakeup und Kontaktlinsen zu tragen. Während der ersten Tage nach der Operation sind die Augen besonders lichtempfindlich, daher empfiehlt es sich, eine Sonnenbrille zu tragen. Einige Tage nach der Operation kann es zu einer leicht verschwommenen Sicht kommen, die nur in sehr seltenen Einzelfällen bis zu drei Wochen anhält. Kurz nach dem Eingriff sollten Sie die Augenpartie kühlen, den Oberkörper hochlagern und sich ruhig verhalten, um die Heilung zu unterstützen. Nach etwa zwei Wochen kann wieder Sport getrieben werden.

Das endgültige Ergebnis kann nach ungefähr drei Monaten beurteilt werden, zu diesem Zeitpunkt ist die Narbenbildung abgeschlossen. Die Wirkung hält acht bis zehn Jahre an. Erst danach sollte über eine weitere Lidstraffung nachgedacht werden.

 

Bildnachweis: Deagreez /gettyimages


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