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02.08.2019

Jugendsünden adé: Piercingnarben- und Tattooentfernung

Tribals, Rückentattoos, Nasenpiercings und Co. wurden mit Beginn der 1990er Jahre auch in Deutschland immer beliebter. Mittlerweile ist in Deutschland jeder fünfzehnte gepierct und jeder fünfte Deutsche tätowiert. Doch nicht jeder liebt seinen Körperschmuck mehr wie am ersten Tag. Viele möchten ihre unschönen Piercing-Löcher oder peinliche Tätowierungen wieder ungeschehen machen. Dank verschiedenster Behandlungsmethoden der Plastischen Chirurgie ist dies möglich.


Piercingnarben entfernen

Piercing-Narben können durch verschiedene Methoden entfernt werden. Damit die Narbe entfernt werden kann, muss der gesamte Stichkanal entfernt werden. Dies geschieht unter lokaler Betäubung und dauert etwa 15 Minuten. Der Stichkanal wird dabei herausgeschnitten und anschließend mit einer feinen Nadel und Faden komplett vernäht. Nach etwa 10 Tagen können die Fäden gezogen werden.

Nach der Behandlung können zwar immer noch kleine Narben zu sehen sein, diese werden in den meisten Fällen jedoch nicht mehr als Piercing-Narben wahrgenommen. In seltenen Fällen können nach der Operation an der Nase Einziehungen oder Operationswunden entstehen.

Einfacher ist es, wenn Löcher in Körpergewebe, das von Schleimhäuten überzogen ist, gestochen wurden. Die Löcher von Zungenpiercings, Lippenbändchenpiercings, Brustwarzenpiercings und Intimpiercings wachsen nach Entfernung des Schmucks von selbst wieder zu.

Eine weitere Methode entfernt das Piercing-Loch mit Hilfe einer Mini-OP, bei der mit einem speziellen Gerät ein etwas größeres Loch um das Piercing herum gestochen wird. Durch die frische Verletzung der Haut kann das Gewebe beim Heilungsprozess wieder besser zusammenwachsen. Auch hierbei wird die kleine Verletzung, die bei der Behandlung entsteht, vom Arzt mit wenigen Stichen genäht. Nach ein paar Tagen können die Fäden gezogen werden. Zum Schluss ist von der Narbe außer einem kleinen roten Punkt, der mit der Zeit verblasst, nichts mehr zu sehen.

Tattoos entfernen mit Laser

Bei einer Tattooentfernung werden standardmäßig YAG-Laser und Rubinlaser verwendet. Dabei wird die Tätowierung mit Komplementärfarben in bis zu 10 Sitzungen bestrahlt. Bei dieser Art von Behandlung erleidet die Haut Verbrennungen, die Narbengewebe bilden können. Bei der Laserbehandlung PicoSure werden die Farbpigmente durch einen kurzen Laserimpuls zerstört und durch den Blutkreislauf abtransportiert. Hierbei sind für mittelgroße Tattoos 3 Sitzungen notwendig.

Zu Komplikationen kann es kommen, wenn für die Tätowierung günstige und mitunter gesundheitsgefährdende Farbstoffe verwendet wurden, die durch die Laserbehandlung wieder freigesetzt werden. In diesen Fällen bietet sich eine chirurgische Entfernung an.

Chirurgische Entfernung von Tattoos

Dabei wird das Tattoo herausgeschnitten und durch eine Naht verschlossen. Durch das Einsetzen verschiedener Schnittmuster sind bei der chirurgischen Entfernung von Tattoos auch größere Behandlungsflächen möglich. Bei größeren Tätowierungen müssen häufig mehrere Sitzungen erfolgen, um das komplette Tattoo zu entfernen. Dies ist notwendig, da die Haut nach der ersten Behandlung zunächst gedehnt werden muss, um einen weiteren Teil entfernen zu können.

Hauttransplantation

Diese Behandlungsart wird angewendet, wenn die Verschiebung der Haut alleine nicht mehr ausreicht, um das Tattoo komplett zu entfernen. Wichtig bei der Hauttransplantation ist, dass die Hautqualität eine ähnliche Hautbeschaffenheit wie die der Zielregion haben sollte, da sich etwa die Hautnuancen ansonsten unterscheiden können. Erst 6 Tage nach der Operation kann der erste Verbandswechsel erfolgen. Nach etwa 2 Wochen werden die Fäden gezogen. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, muss das Hautareal nach der Behandlung mit Cremes gepflegt werden.

Dermabrison

Bei dieser Methode werden die oberen Hautschichten mit einer Fräse oder einem Sandstrahlgerät nach und nach abgetragen. Kleine Kristalle werden hier mit hoher Geschwindigkeit auf die Haut gestrahlt und durch ein Vakuum wieder abgesaugt. Dadurch entsteht ein Abriebeffekt. Nach der Behandlung wächst die Haut an den behandelten Stellen wieder nach. Farbpigmente oder chemische Stoffe gelangen mit dieser Methode nicht in den Körper, wobei entzündete oder auffällige Hautpartien (etwa bei Akne) auf diese Weise nicht behandelt werden können.

 

 

Bildnachweis: Getty Images / AndreyPopov


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