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23.09.2019

Schöne Menschen gibt es überall – Schönheitsideale der Welt

Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Aus diesem Grund gibt es weltweit zahlreiche Schönheitsideale, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Alles hat seinen ganz eigenen Charme.


Im Laufe der Zeit haben sich Schönheitsideale verändert und angepasst. Lediglich, dass Frauen fruchtbar wirken sollen und Männer stark, bleibt unverändert. Aber wie genau kommt Schönheit zum Vorschein? Manch einer schreckt weder vor Mühen und Kosten noch vor Schmerzen zurück.

Meist gilt: Schön ist das, was andere haben.

Während in Deutschland das Sonnenbaden und die daraus resultierende Bräune als Schönheitsmerkmal gilt, geht es in Asien in die andere Richtung. Hier sind Regale mit Aufhellungscremes gefüllt, damit der Hautton so blass wie möglich wird. Das ist allerdings noch harmlos. Andere Länder sind deutlich kreativer:

 

USA

Frauen lieben High-Heels – ihre Füße tun es nicht. Das Laufen in diesem Schuhwerk kann schmerzhaft sein, und aus diesem Grund haben sich Frauen in den USA etwas einfallen lassen – Zehen verkürzen. Um besser in High Heels durch die Straßen ziehen zu können, lassen sich Frauen Stücke ihrer Zehen abschneiden.

 

China

Mit ihren Füßen haben es auch die Chinesen. Hier geht es allerdings um die Gesamtlänge des Fußes und weniger um High-Heels. In China ist der „Lotusfuß“ ein Zeichen von Schönheit. Möglichst kleine Füße mit einer Idealgröße von zehn Zentimetern sind hier ein Trend. Die Selbstverstümmelung durch hartes Bandagieren galt als attraktiv, ist aber mittlerweile verboten.

 

Neuseeland

Tattoos gibt es weltweit und in den verschiedensten Farben und Formen. Als Vorbilder gelten die Māori, da viele ihrer Motive weltweit beliebt sind. Bei ihnen wird die Farbe aber nicht punktuell unter die Haut gespritzt, sondern unter die Haut gekratzt. In Neuseeland zeigen die Tattoos den Übergang vom Kindes- zum Erwachsenenalter und schmücken den gesamten Körper.

 

Papua-Neuguinea

Die Stärke eines Mannes geht unter die Haut – zumindest im Pazifischen Ozean liegenden Staat. Ein Ritual in Papua-Neuguinea ist das Einschneiden der Männerhaut – die Skarifizierung. Die Haut eines Mannes wird so eingeschnitten, dass sie durch die Narbenbildung der Haut eines Krokodils ähnelt. Durch das entstandene Muster symbolisiert ein Mann einen starken und heiratsfähigen Krieger.

 

Padaung

Der Körperschmuck einer Frau in Padaung ist etwas gewöhnungsbedürftig. Von dezentem Schmuck kann hier nicht die Rede sein. Der Schmuck von Frauen in Padaung wird effektiv genutzt. Ein langer Hals gilt als „Giraffenhals“ und wird als attraktiv angesehen. Durch Spiralen, die sich um den Hals der Frauen schlingen, werden die Schultern nach unten gedrückt. Die Ringe bekommen Mädchen ab einem Alter von fünf Jahren umgelegt. Sie können in voller Pracht bis zu zehn Kilo wiegen. Durch dieses Gewicht wird der Körper deformiert und Bewegungen sowie das Schlucken erschwert.

 

Äthiopien

Den ausgefallensten und zugleich skurrilsten Schönheitstrend gibt es in Äthiopien. Die Frauen aus den Mursi und Surma Völkern formen mithilfe von Lippentellern ihre Lippen. Hierzu wird die Unterlippe aufgeschnitten und durch immer größere Tonteller gedehnt. Nicht nur die Tellerlippen sind gefragt, auch Ohrläppchen werden auf diese Weise verziert. Teller mit einem Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern zieren deren Münder. Dafür werden ab dem 20. Lebensjahr sogar Zähne ausgeschlagen. Dieser „Trend“ entstammt der Idee, Frauen für andere Stämme unattraktiv zu machen.

 

„Schönheit beginnt in dem Moment, in dem Du beschließt, Du selbst zu sein.“, sagte Coco Chanel einst. Wie du selber bist und was demnach für dich schön ist, muss individuell betrachtet werden. Die aufgezählten Trends sind jedenfalls in unseren Augen skurril, fragwürdig und häufig nur noch aus Tourismusgründen existent.

 

 Bildnachweis: Getty Images / absolutimages


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